Bonaire Ferien | Ein einsames Eiland ohne Bodenschätze
Angehörige des Indianerstamms der Arawak waren wohl die Ersten, die Bonaire besiedelten. Sie kamen vom nahen südamerikanischen Festland und verblieben auch dort, nachdem Christoph Kolumbus vor der Inselkette kreuzte und Bonaire für die spanische Krone in Besitz nahm. Doch auf der einsamen Insel gab es keinerlei Bodenschätze, sodass später auch die Engländer und Franzosen kaum Interesse bekundeten, dort lange zu bleiben. Die Ureinwohner kehrten zurück, nachdem Bonaire sein ursprüngliches Gesicht verändert hatte, denn die Besatzer hatten mittlerweile Gefallen an den tropischen Hölzern gefunden und diese gerodet. Ab 1640 war das kleine Eiland dann ein Teil der Niederländischen Antillen.
Bonaire Ferien Highlights

Kunterbunte Fischschwärme, Korallengärten, türkisfarbenes Wasser, Tropfsteinhöhlen, Mangrovenwälder und eine abwechslungsreiche Flora und Fauna sowie einen interessanten Mix der Kulturen: Genau das ist Bonaire, eine Insel der niederländischen Antillen.
Kralendijk heisst übersetzt Korallenriff und liegt im Westen von Bonaire. Die bezaubernde Stadt besticht durch ihre farbenfrohen, pastellfarbenen Kolonialbauten. Auch ein paar Sehenswürdigkeiten, wie die Festungsanlage Fort Oranje oder den lokalen Fischmarkt, der einem griechischen Tempel ähnelt, sollten Sie sich nicht entgehen lassen. Angeboten wird fangfrischer Fisch und exotisches Obst und Gemüse, welches nirgendwo ausladender präsentiert wird als in diesem Teil der Stadt.
Das Schutz-Reservat Washington Slagbaai Nationalpark ist die grösste Sehenswürdigkeit auf der überschaubaren niederländischen Antillen-Insel und für Naturliebhaber aufgrund des vielseitigen Landschaftsbildes ein einzigartiges Ausflugsziel. Der Park ist gefüllt mit Mangroven, Bergen, Dünen, grünen Wäldern und Salzseen, an denen pinkfarbene Flamingos leben. Ebenso unzählige Tier- und Pflanzenarten haben in dieser Region Bonairs ihre Heimat gefunden.
Nicht zu vergessen die wunderschönen Strände, welche sich aber nur im Osten zum Schwimmen und Schnorcheln eignen. Die anderen Küstenstreifen, wie zum Beispiel der Playa Chikitu, beherbergen zu starke Strömungen und das Meer ist zu rau, um sich für ein abkühlendes Bad in die Fluten zu stürzen. Jedoch sind sie nicht weniger eindrücklich. So kann man hier mit etwas Glück brütende Meeresschildkröten beobachten.
Auch wenn der Aufstieg etwas anstrengender ist, sollten Besucher des Bonaire Marine Parks nicht versäumen, den 241 Meter hohen Brandaris, den höchsten Berg der Insel, zu erklimmen. Oben angekommen können Sie bei klarem Wetter ganz Bonaire überblicken und in der Ferne die Nachbarinsel Curacao und sogar Venezuela sehen.
Tauchen Sie ab in eine der faszinierendsten Unterwasserwelten, die sie jemals zu Gesicht bekommen haben: Rund um die niederländische Antillen Insel Bonaire erstreckt sich der National Marine Park. Er hat unzählige geschützte Tauch- und Schnorchelreviere zu bieten. Dementsprechend gehört Bonaire neben Sint Eustatius & Saba zu den Karibik-Hot-Spots weltweit und ist für Aktiv-Ferien über und unter Wasser wie gemacht. Viele der intakten Korallenriffe sind von Land aus gut zugänglich und können bereits von einem der vielen Küstenabschnitte erkundet werden. Sie sind somit für die Erwachsenen gleichwohl wie für Kinder der Einstieg in eine fantastische Unterwasserwelt!
Eines sollten Sie jedoch noch wissen, bevor Sie abtauchen! Ganz egal, ob Sie schwimmend, schnorchelnd oder mit Sauerstoffflasche auf Entdeckungstour gehen: Ohne "Nature Tag" ist dies verboten! Am besten ist es, wenn Sie das Nature Fee Ticket bereits im voraus online erwerben.
Bonaire ist berühmt für den Salzabbau. Begeben Sie sich in den Süden der Insel, kommen Sie auf jeden Fall an den Salzbergen vorbei. In Kombination mit dem türkisfarbenen Wasser und dem ein oder anderen herumstaksenden Flamingo bietet sich Ihnen vor Ort eine perfekte Kulisse für das optimale Urlaubsfoto.
Die bezaubernde Lagune Lac Bay ist ein wahr gewordener Traum für Surfer. Verantwortlich hierfür ist der konstante Wind, der mit 25 Knoten über die Bucht hinweg weht. Die nötige Ausrüstung können Sie sich vor Ort mieten. Ebenfalls die ein oder andere Surflektion.
Aber auch mit Baden oder Schnorcheln kann man sich in der 700 Hektar grossen blauen Lagune die Zeit vertreiben, die am nördlichen Teil von einem geschützten Mangrovenwald begrenzt ist.
Bonaire Urlaub FAQ

Planen Sie einen Urlaub fernab vom Massentourismus? Dann ist die Karibik-Insel Bonaire für Pauschalreisen sowie für Individualreisen das ultimative Reiseziel! Häufig gestellte Fragen rund um Ihren Urlaub, wie unter anderem Informationen bezüglich der Hinreise, Rückreise, Reisedauer sowie Reise- und Hotel-Angebote beantworten wir Ihnen jetzt.
Häufigste Fragen zu Bonaire
Bonaire ist ein warmes Ganzjahresziel mit trockenem Klima und konstant hohen Temperaturen. Die Insel liegt ausserhalb des klassischen Hurrikangürtels und eignet sich deshalb praktisch das ganze Jahr über für Badeferien, Tauchen und Schnorcheln; die höchsten Temperaturen werden meist zwischen Juni und September erreicht, während im November und Dezember etwas mehr Regen fallen kann. Weitere Informationen finden Sie auf unserer Seite
Bonaire Reisetipps.
Schweizer Bürgerinnen und Bürger benötigen für die Einreise nach Bonaire einen Reisepass, der noch mindestens sechs Monate gültig ist. Zusätzlich können ein Rück- oder Weiterreiseticket, ein Unterkunftsnachweis, ausreichende finanzielle Mittel sowie Angaben zum Reisezweck verlangt werden; für touristische Aufenthalte bis 90 Tage ist in der Regel kein Visum erforderlich. Weitere Informationen finden Sie auf unserer Seite
Bonaire Reisetipps.
Nach Bonaire gibt es ab Zürich, Bern oder Basel keine Direktflüge. Die Anreise erfolgt mit Zwischenstopps, zum Beispiel über Amsterdam oder verschiedene deutsche Flughäfen; die Flugzeit beträgt etwa zehn bis elf Stunden. Weitere Informationen finden Sie auf unserer Seite
Bonaire Reisetipps.
Bonaire eignet sich besonders für Reisende, die eine ruhige, ursprüngliche Karibikinsel abseits der grossen Touristenströme suchen. Die Insel passt sehr gut zu Tauchern, Schnorchlern, Naturliebhabern und Gästen, die entspannte Ferien mit viel Meer, unkomplizierter Atmosphäre und authentischem Inselgefühl verbinden möchten. Inspirationen finden Sie auf unserer Seite
Bonaire Tauchen & Schnorcheln.
Bonaire ist vor allem für Tauchen und Schnorcheln bekannt, da viele Tauchplätze direkt vom Ufer aus erreichbar sind und die Insel von einem geschützten Korallenriff umgeben ist. Gleichzeitig lassen sich Badeferien, Naturerlebnisse, Flamingos, ruhige Buchten und Ausflüge sehr schön kombinieren; wer mehr Abwechslung sucht, kann Bonaire ideal mit Aruba und Curaçao verbinden. Weitere Inspirationen finden Sie auf unseren Seiten
Bonaire Tauchen & Schnorcheln und
Inselhüpfen Aruba – Bonaire – Curaçao.
Die Hütten der Sklaven als Zeugnisse der Kolonialzeit
Es waren vor allem die Niederländer, die mit ihrer langen Kolonialzeit der heutigen ABC Insel Bonaire den Stempel aufdrückten und die kulturellen Einflüsse der Portugiesen, Spanier und Engländer überlagerten. An der Südspitze der Insel blieben die Zeugnisse der dunklen Seiten der europäischen Herrschaft erhalten – in den sehenswerten Sklavenhütten. Den White Slave Huts und den Red Slave Huts. Noch heute erinnern die Tänze und Lieder an die Zeit der Sklaven, die aus Afrika verschleppt wurden.
Wer sich für Ferien auf Bonaire entscheidet, der sollte sich zumindest für einen Tag einen Mietwagen leihen und das überschaubare Eiland erkunden. Im gebuchten Hotel erhalten die Urlauber entsprechende Reisetipps. Auch über den eindrucksvollen Washington Slagbaai Nationalpark, wo alljährlich zwischen März und Mai ein paar tausend Flamingos aus Venezuela einfliegen, um am salzigen Goto-Meer zu brüten.
Mit einem Kajak durch die Mangroven des Ostens
Bonaire ist stolz darauf, zu den besten Tauchgründen der Welt zu gehören. Die Behörden der Insel bekennen sich zu den Pionieren des Naturschutzes und überwachen die Wassersport-Aktivitäten an den Küsten mit grosser Gründlichkeit. Fast alle der achtzig Tauchspots sind vom Ufer zugänglich und machen Bonaire Tauchreisen äusserst beliebt. Auch wer lieber schnorcheln möchte, kommt auf seine Kosten. Er kann die Mangroven im Ostteil Bonaires sogar mit dem Kajak erkunden.
Unbedingt sollte man auch die unbewohnte Insel Klein Bonaire besuchen. Sie liegt nur 1,6 Kilometer von der Hauptinsel entfernt und ist als Brutplatz für Schildkröten bekannt. Höhlenwanderungen, Wind- und Kite-Surfen, Vogelbeobachtungen und Wanderungen – die Skala der Aktivitäten ist lang. Und der Weg hierher lohnt sich, auch wenn der Flug weit ist und Zwischenstopps erfordert. Die kleine Insel empfiehlt sich selbstverständlich für Karibik Ferien mit Kindern.