Bonaire Reisen | Auf die kleine, südkaribische Trauminsel

Wer Bonaire auf der karibischen Seenkarte sucht, der findet die kleine ABC-Insel ganz tief im Süden. Wenn man so will, dann ist Bonaire so etwas wie der Aussenseiter der sogenannten ABC Inseln, ein autonomer Teil der Niederlande, 288 Quadratkilometer klein und mit knapp 14'000 Einwohnern bevölkert. Und dennoch kommen Jahr für Jahr mehr als 50'000 Urlauber hierher, weil sie wissen, was sie hier nicht finden: Den Massentourismus. Auf Bonaire Reisen ist alles ein paar Nummern kleiner als in der karibischen Nachbarschaft. Ruhe und Beschaulichkeit sind das Markenzeichen der Insel. Grosse Hotelanlagen sind hier nicht entstanden, und Bonaire war lange ein weisser Fleck auf der Landkarte des internationalen Tourismus, was sich mit der Eröffnung des kleinen Flamingo-Airports bei Kralendijk grundlegend änderte.

Bonaire Ferien | Ein einsames Eiland ohne Bodenschätze

Angehörige des Indianerstamms der Arawak waren wohl die ersten, die Bonaire besiedelten. Sie kamen vom nahen südamerikanischen Festland und blieben auch dort, nachdem Christoph Kolumbus vor der Inselkette kreuzte und Bonaire für die spanische Krone in Besitz nahm. Doch auf der einsamen Insel gab es keinerlei Bodenschätze, so dass später auch die Engländer und Franzosen kaum Interesse bekundeten, dort lange zu bleiben. Die Ureinwohner kehrten zurück, nachdem Bonaire sein ursprüngliches Gesicht veränderte, denn die Besatzer hatten mittlerweile Gefallen an den tropischen Hölzern gefunden und diese gerodet. Ab 1640 war das kleine Eiland dann ein Teil der Niederländischen Antillen.

Die Hütten der Sklaven als Zeugnisse der Kolonialzeit

Es waren vor allem die Holländer, die mit ihrer langen Kolonialzeit der heutigen ABC Insel Bonaire den Stempel aufdrückten und die kulturellen Einflüsse der Portugiesen, Spanier und Engländer überlagerten. An der Südspitze der Insel blieben die Zeugnisse der dunklen Seiten der europäischen Herrschaft erhalten – in den sehenswerten Sklavenhütten. Den White Slave Huts und den Red Slave Huts. Noch heute erinnern die Tänze und Lieder an die Zeit der Sklaven, die aus Afrika verschleppt wurden. Wer sich für Bonaire Ferien entscheidet, der sollte sich zumindest für einen Tag einen Mietwagen leihen und das überschaubare Eiland erkunden. Im gebuchten Hotel erhalten die Urlauber entsprechende Reisetipps. Auch über den eindrucksvollen Washington Slagbaai Nationalpark, wo alljährlich zwischen März und Mai ein paar tausend Flamingos aus Venezuela einfliegen, um am salzigen Goto-Meer zu brüten.

Mit einem Kajak durch die Mangroven des Ostens

Bonaire ist stolz darauf, zu den besten Tauchgründen der Welt zu gehören. Die Behörden der Insel bekennen sich zu den Pionieren des Naturschutzes und überwachen die Wassersport-Aktivitäten mit grosser Gründlichkeit. Fast alle der achtzig Tauchspots sind vom Ufer zugänglich und machen Bonaire Tauchreisen äusserst beliebt. Auch wer lieber schnorcheln möchte, kommt ebenfalls auf seine Kosten. Er kann die Mangroven im Ostteil Bonaires sogar mit dem Kajak erkunden. Unbedingt sollte man auch die unbewohnte Insel Klein Bonaire besuchen. Sie liegt nur 1,6 Kilometer von der Hauptinsel entfernt und ist als Brutplatz für Schildkröten bekannt. Höhlenwanderungen, Wind- und Kite-Surfen, Vogelbeobachtungen und Wanderungen – die Skala der Aktivitäten auf Bonaire ist lang. Und der Weg hierher lohnt, auch wenn der Flug weit ist und Zwischenstopps erfordert. Die kleine Insel empfiehlt sich selbstverständlich für Karibik Ferien mit Kindern.